Presseschau

New Workerin 2017

Julia Kümper (Quelle: Xing AG)
Unsere geschäftsführende Gesellschafterin Julia Kümper wurde am 30. März 2017 vom Business-Netzwerk Xing als New Workerin 2017 ausgezeichnet. In seinen einführenden Worten erläuterte Thomas Sattelberger, Vorstand der Jury, „Als die 12 Apostel vor über 2000 Jahren in die Diaspora gingen, waren sie die Personen, die andere von ihrem Glauben bekehren wollten.“ „Es geht um die Rebellen, um die eigentlichen Innovatoren“, begründet er die neue Kategorie. „Veränderung geht fast immer von Individuen aus und diese wollen wir heute Abend auszeichnen.“ „Bei den New Worker wollen wir nicht ranken. Es geht um Menschen die Flagge zeigen, nicht um Positionen“, erklärt Thomas. Julia Kümper wurde ausgezeichnet als Vorbild und Helferin. Im Folgenden findet sich eine Auswahl des Presseechos und weiterführende Links mit Foto- und Videomaterial.

Westfälische Nachrichten, 01. April 2017, Ausgezeichnete Unternehmerin - Osnabrücker Gründerin mit dem „New Work Award“ ausgezeichnet

"Von Cornelia Achenbach und Christoph Pieper (Download)

Osnabrück. In dieser Woche wurde Julia Kümper vom sozialen Business-Netzwerk Xing mit dem „New Work Award“ ausgezeichnet. Für das, was sie beruflich auf die Beine gestellt hat und auch für die Umwege, die sie dafür nehmen musste. Eine Geschichte über eine chronische Krankheit, Mut zu Neuanfängen – und Fußball.
Die Entstehungsgeschichte des Start-up-Unternehmens „Match Watch“ klingt fast wie ein Text aus einer Werbebroschüre für das Innovations-Centrum Osnabrück (ICO). Bei einem Kaffee traf Julia Kümper hier zufällig den ehemaligen VfLSpieler Thomas Reichenberger und den Vereinsberater Lutz Schubbert. Man unterhielt sich über das Thema „Scouting“, und kam schnell von der Fußballwelt in die Arbeitswelt. Gemeinsam mit den beiden Profis entwickelte sie das Konzept für ihr Start-up „Match Watch“ – Teams und Abteilungen begegnen sich auf dem Sportplatz. Und was sonst im Büroalltag unausgesprochen bleibt, wird beim Mannschaftssport schnell offensichtlich: Wer spielt auf welcher Position? Wie läuft die Kommunikation untereinander ab? Wer hält sich an die Regeln, wer nicht? 2016 hat die 31-Jährige die ersten Aufträge bekommen, unter anderem von der Landessparkasse Oldenburg und der Firma iotec GmbH aus dem ICO. An dieser Stelle könnte man einen Punkt machen und diese Geschichte gedanklich unter dem Titel „Eine Frau auf dem Weg nach oben“ verbuchen. Doch dahinter steckt mehr. Eine Menge Arbeit, viel Durchhaltevermögen und der Glaube an sich selbst. Ihr Lehramtsstudium in Aachen hat die junge Frau aus Würselen am Rhein abgebrochen. Sie kam an die Universität Osnabrück wo sie noch während ihres Masterstudiums die Deutsche Nachwuchsgesellschaft für Politik- und Sozialwissenschaft (DNGPS) gründete, die jetzt größte bundesweit aktive Praktikumsbörse für Studierende der Sozialwissenschaften. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie als Beraterin im Enterprise Europe Network (EEN) für die Hochschule Osnabrück und gründet berufsbegleitend ihr eigens Start-Up, mit dem sie jetzt durchstartet. Das alles vor dem Hintergrund einer nicht sichtbaren, aber doch schweren chronischen Krankheit. Mit 22 wurde bei ihr ein Tumor an der Hirnanhangdrüse entdeckt, der den Hormonhaushalt durcheinander bringt und die junge Frau schon in der Pubertät stark wachsen ließ. 1.83 Meter ist sie heute groß und kann nach mehreren Operationen gut mit ihrer Krankheit leben. Ihr Körper kann nicht mehr genügend Cortisol produzieren, „daher kann mein Körper schlechter mit positivem und negativem Stress umgehen“, erzählt Julia Kümper. Erstaunlich für eine Frau, die beruflich so ehrgeizig ist. Sie engagiert sich als Mentorin in der „Venture Villa“ und begleitet so andere Start-Ups in ihrer Entwicklungsphase. „Das ist für mich eine super Bereicherung. Ich bekomme Input aus völlig neuen Perspektiven und freue mich über jeden Schritt, den die Start-Ups in der Villa machen“, erzählt sie. Helfen und unterstützen. Das macht Julia Kümper, wo sie nur kann und auch deshalb stimmten so viele Menschen bei der Preisverleihung des „New Work Awards“ für sie ab. „Ich war überwältigt. Ich habe in dem Moment erst verstanden, dass andere Menschen, nicht nur die Anwesenden sondern alle, die mit abgestimmt haben, wirklich mich als Person wertschätzen“, berichtete sie nach der Preisverleihung. Auf der Bühne hatte sie in ihrer kurzen Dankesrede nur eine Botschaft: „Glaubt an euch!“ Sie tut es und ist damit erfolgreich."

 

haufe.de, 31.03.2017, Xing New Work Awards 2017: New Work, New Work

"Andrea Sattler (Link)

[...]

Die sechs Gewinner sind:

  • Lena Felixberger, Gründerin der Plattform "Descape", die Arbeitnehmern ein Reinschnuppern in andere Jobs ermöglicht
  • Julia Kümper, die trotz einer schweren Krankheit "Match-Watch", ein Unternehmen, das Personalentwicklung per Beobachtung von Sportmatches (wie zum Beispiel Bundesligaspielen) anbietet, und eine Nachwuchsgesellschaft für Politik- und Sozialwissenschaftler gegründet hat und sichtlich gerührt über ihren Preis war
  • Hermann Arnold, Mitgründer von Haufe-Umantis, der aktiv für eine neue Führungskultur eintritt und aus diesem Grund selbst als CEO zurückgetreten ist
  • Sven Franke, Mitinitiator des New-Work-Filmprojekts "Augenhöhe"
  • Christa Weidner, die mit ihrem Projekt "Freelance IT" Selbstständige dabei unterstützt ihre Kunden rechtssicher zu betreuen
  • Ali Mahlodji, Gründer der Plattform "Whatchado", auf der Berufstätige im Videointerview über ihre Erlebnisse im Job erzählen."

 

Xing, Live Blog zur New Work Experience und Award Verleihung 30.03.2017

Xing, Gewinner New Work Award Verleihung 30.03.2017

NOZ, 31.03.2017 Erfolgreich trotz Krankheit: Business-Preis für Osnabrückerin